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Beschluss der Schulkonferenz: Bitte um Maskentragen

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, die Schulkonferenz hat heute, am 31. August 2020, beschlossen:

„Die Schulkonferenz der Heinrich-Böll-Schule Hattersheim bittet angesichts der nach wie vor hohen Zahl der derzeit in Hattersheim an Corona Erkrankten im Einklang mit Schulleitung, Personalrat und Vorstand des Schulelternbeirats die Schüler*innen der Heinrich-Böll-Schule eindringlich darum, auch in den nächsten Tagen eine Mund-Nasen-Bedeckung im Präsenzunterricht zu tragen, um Mitschüler*innen, Lehrer*innen und Mitarbeiter*innen auf diese Weise vor einer Ansteckungsgefahr durch Covid-19 zu schützen. Die Schulkonferenz bittet ferner die Eltern der Schüler*innen der Heinrich-Böll-Schule darum, diesen Beschluss zu unterstützen und auf ihre Kinder entsprechend einzuwirken.“

Ich möchte Euch, liebe Schüler*innen, und Ihnen, liebe Eltern, kurz die Gründe für diese Bitte mitteilen:

In den letzten Tagen und Wochen ist die Zahl der Neuinfektionen stark gestiegen. Lag die tägliche Durchschnittszahl der Infizierten bis Mitte Juli bei 500 bis 600 Neuerkrankungen, so liegt sie derzeit bei weit über 1.000. In Hattersheim waren am vergangenen Freitag (Stand 16.45 Uhr) 17 Menschen akut erkrankt. Dies entspricht über 50 Erkrankungen, bezogen auf eine Einwohnerzahl von 100.000! Nach Auskunft des Gesundheitsamtes ist diese Zahl seitdem aber wieder gesunken.

In einem Schreiben an die Schulleitungen hat der Landrat des Main-Taunus-Kreises, Michael Cyriax, geschrieben, dass weiterführende Schulen wie die unsere durch ihre Schutzkonzepte dazu beigetragen haben, dass „im Falle eines positiven Schülers Klassen nicht komplett unter Quarantäne gestellt werden“. Daher empfiehlt der Landrat in diesem Schreiben, das den Schulen am Dienstag, den 25.8.2020, zuging, ausdrücklich „zumindest für die nächsten beiden Wochen, diesen guten Beispielen zu folgen.“

Wie Sie wissen, hat es an unserer Schule vor zehn Tagen (Freitag, 21.8.2020) eine Infizierung mit Covid 19 gegeben. Eine Verbreitung des Virus fand nach Auskunft des Gesundheitsamtes nicht statt. In diesem Zusammenhang habe ich bereits die Aussage des zuständigen Mitarbeiters des Gesundheitsamtes wiedergegeben, die die Haltung des Landrates bestätigt: Weil alle in der Klasse eine Mund-Nasen-Bedeckung trugen, konnte an der Heinrich-Böll-Schule „eine Kollektivquarantänisierung vermieden werden, sodass der Unterricht weiterhin wie geplant stattfinden kann.“

Mir haben einige Eltern geschrieben (die selber zu einer Risikogruppe gehören), dass die Tatsache, dass bisher Masken getragen wurden, ihnen die Möglichkeit gab, ihr Kind halbwegs beruhigt am Unterricht teilnehmen zu lassen. Auch diese Interessen sollten wir berücksichtigen.

Die Schule bittet in Abwägung der Sicherheit der ihr anvertrauten Schüler*innen und der hier arbeitenden Menschen auf der einen und der mit dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gegebenen Einschränkungen auf der anderen Seite in Anbetracht der geschilderten Umstände alle Mitglieder der Schulgemeinde darum, auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

In der Hoffnung, dass wir weiterhin vom Virus verschont bleiben (so gut es geht), verbleibe ich

mit besten Grüßen
Dr. Dietrich Heither, Schulleiter