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Bericht über die Sprach- und Kulturreise nach Spanien 2019

Nachdem wir in den vergangenen vier Jahren Spanischunterricht bei Frau Brömser hatten, meldeten wir uns für die diesjährige Spanienreise „Auf den Spuren der Araber“ an. Am 27. Januar 2019 begaben wir uns unter der Begleitung unserer Spanischlehrerin Frau Brömser und Herrn Wlochowitz nach Torremolinos, eine Gemeinde in der Provinz Málaga.

Nach der Landung fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein zum Hotel und bezogen unsere Zimmer. Die meisten hatten einen eigenen Balkon und waren außerordentlich sauber, jedoch konnte es zu dritt etwas eng werden. Anschließend trafen wir uns im Foyer des Hotels, um einen gemeinsamen Spaziergang entlang des Strandes und in die Innenstadt von Torremolinos zu unternehmen. Wir machten auch kurz Halt am Hafen von Benalmádena, der ein bisschen an Venedig erinnerte.

Am Abend aßen wir gemeinsam im Restaurant des Hotels und besprachen den Ablauf des nächsten Tages. Im Anschluss trug die erste Gruppe ihre Präsentation vor, die neben den Vorbereitungstreffen für die Teilnahme an der Fahrt verpflichtend war. Die Präsentation befasste sich mit der Stadt Málaga, da wir diese am nächsten Tag nach dem Frühstück besichtigen wollten.

Nach der Ankunft in Málaga wurden wir in fünf Gruppen eingeteilt. In diesen Gruppen begaben wir uns auf eine Stadtrallye quer durch die Innenstadt von Málaga zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Kamen wir an einer Sehenswürdigkeit an, mussten wir eine Frage über sie beantworten, natürlich auf Spanisch!

Unsere Gruppe aß auf der Terrasse des berühmten Restaurants „El Pimpi“ zu Mittag. Wir genossen den Ausblick auf die Festungsanalage gegenüber und das schöne Wetter sowie die gute Stimmung. Frau Brömser hatte uns in den vorherigen Jahren schon von ihren Reisen mit den SchülerInnen nach Andalusien erzählt, und endlich waren wir dran!

Nach der Stadtrallye bekamen wir noch etwas Freizeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Am Abend fuhren wir mit dem Bus gemeinsam zurück ins Hotel und aßen dort zu Abend. Danach hielten wir unsere Präsentation über die Stadt Granada, die wir am nächsten Tag besuchen würden. Wir waren alle gespannt, vor allem die Alhambra zu sehen. Im Spanischunterricht hatten wir bereits einiges über sie erfahren und wussten, dass sie, nach fast 800 Jahren arabischer Herrschaft auf der Halbinsel, erst 1492 zurückerobert wurde. Frau Brömser stellte noch einige Rückfragen und erläuterte zusätzliche Aspekte, denn das Thema der Eroberung großer Teile der Iberischen Halbinsel durch die Araber sowie die Rückeroberung im Zusammenhang mit der „Entdeckung“ der Neuen Welt hatten wir mit ihr ausführlich - und durchaus auch kritisch - im Unterricht behandelt.

In Granada angekommen machten wir zuerst einen Spaziergang durch das arabische Stadtviertel Albaicín. Dort gingen wir zu einem Aussichtspunkt, der uns einen fantastischen Blick über die Stadt und insbesondere auf die Alhambra bot.

Später hatten wir noch etwas Freizeit, um in einem Lokal zu Mittag zu essen. Einige besuchten sogenannte teterías, in denen es arabische Spezialitäten gab. Bei der späteren Erkundung in Dreiergruppen kamen wir an einem kleinen arabischen Teeladen vorbei, der äußerst leckeren Tee verkaufte. Gegen 14 Uhr trafen wir uns wieder, um zur Besichtigung der Alhambra aufzubrechen. Diese war von Innen außerordentlich schön und aufwendig gestaltet. Vor allem die Wände und Decken glichen einzelnen Kunstwerken, die zusammen betrachtet ein noch größeres Kunstwerk darstellten. Die Gärten, Brunnen und Wasserspielanlagen hinterließen bei uns einen unvergesslichen Eindruck. Selbstverständlich wurden wir von Mitschülern durch die Alhambra geführt – auf Spanisch!

Am Mittwoch fuhren wir alle gemeinsam mit dem Bus in die Innenstadt von Málaga. Zunächst besuchten wir die größte, älteste und für Frau Brömser die schönste Markthalle Málagas, in der man von Obst bis Fleisch alles Essbare kaufen konnte. Frau Brömser und Herr Wlochowitz führten uns dann durch die verschiedenen Bereiche der Markthalle und Frau Brömser zeigte uns verschiedene Gewürze und Früchte, die wir nicht kannten; z.B. Kardamom.Vor allem die getrockneten Früchte sahen besonders appetitlich aus. Des Weiteren besuchten wir das Geburtshaus von Pablo Picasso, in dem einzelne Werke von ihm ausgestellt waren. Ebenfalls wurden einige seiner Lebensabschnitte erklärt und durch diverse, dazu passende Kunstwerke ergänzt. In unserer Freizeit besuchten wir noch das Picasso-Museum, in dem sehr viele Gemälde und Skulpturen Picassos ausgestellt waren. Nach dem Abendessen hörten wir uns die Präsentation einer anderen Gruppe über Picasso an, die den Tag noch einmal abrundete.

Am nächsten Tag hatten wir morgens nach dem Frühstück Freizeit in Torremolinos. Mit unseren Freunden unternahmen wir einen angenehmen Strandspaziergang. Es war noch warm genug, um die Füße ins Wasser zu halten und den sehr gepflegten Strand zu genießen.

Nachmittags fuhren wir erneut nach Málaga, wo wir bis abends Freizeit hatten. Wir aßen auch in Málaga zu Abend, da wir anschließend eine Flamenco-Darbietung besuchen würden. Das zwar kleine, aber schön gestaltete Flamenco-Museum veranstaltet in regelmäßigen Abständen wirklich authentische Flamenco-Aufführungen. Frau Brömser hatte schon im Vorfeld davon geschwärmt und uns erklärt, dass Flamenco nicht notwendigerweise Tanzeinlagen beinhaltete. Wir hatten jedoch das Glück, dass auch Tänzerinnen dabei waren. Allerdings tanzen nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer. Dadurch lernten wir einen wichtigen Teil der „spanischen“ Kultur näher kennen.

Am Freitag, dem letzten Tag unserer Reise, hatten wir vormittags Zeit, ein letztes Mal durch Torremolinos zu schlendern. Nach dem Mittagessen im Hotel fuhren wir nach Málaga. Dort liefen wir gemeinsam durch die Stadt. Unsere Lehrer zeigten uns dort noch eine Stierkampfarena. Darüber hinaus machten wir noch einen ausgiebigen Spaziergang am Strand von Málaga - La Malagueta. Danach hatten wir Schüler noch einmal die Möglichkeit, in kleinen Gruppen durch Málaga zu gehen und uns von der Stadt zu verabschieden. Deshalb kehrten wir noch in eine tetería ein, ein kleines Café, das auf die Zubereitung von arabischen Tees und Süßigkeiten sowie den Verkauf von Tee spezialisiert ist. Am Abend hörten wir noch die letzte Präsentation über den Einfluss der Araber auf die spanische Kultur. So konnten wir unsere Erlebnisse noch einmal Revue passieren lassen.

Alles in allem war die Fahrt für uns ein unvergleichliches Erlebnis, das den klassenübergreifenden Zusammenhalt gestärkt, aber vor allem unser Wissen über Spanien und insbesondere seine Kultur erweitert und vertieft hat. Deshalb würden wir jedem die Fahrt ans Herz legen, der Spaß an der Sprache und ihrer Anwendung vor Ort hat, etwas über Spanien erfahren möchte oder einfach eine unvergessliche Zeit mit seinen Mitschülern und der Spanischlehrkraft verbringen möchte.