Fachschaft Arbeitslehre

Die Vorbereitung auf die Arbeitswelt an der Heinrich-Böll-Schule startet im Haupt- und Realschulbereich ab der 7. Klasse und hat zum Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, aktiv und bewusst an der Gestaltung der Arbeits- und Lebenswelt teilzunehmen und ein berufliches Selbstkonzept zu entwickeln. Das Themenfeld Arbeit steht hierbei im Zentrum unseres Unterrichts und beschäftigt sich mit technischen, ökonomischen und sozioökologischen Aspekten.

In enger Zusammenarbeit mit regionalen Ausbildungsbetrieben werden die Schülerinnen und Schüler praxisnah an das Berufs- und Wirtschaftsleben herangeführt. Durch schulische und außerschulische Arbeitserfahrungen wird Arbeit erlebt und damit reflektierbar. In der Schule erfolgt die fachliche Auseinandersetzung mit Arbeit auch in Fachräumen, wie z.B. in der Küche, der Werkstatt, dem Computerraum.

Das Fach Arbeitslehre wird in der Hauptschule wöchentlich in einem fünfstündigen Block, bestehend aus einem zweistündigen Theorie- und einem dreistündigen Praxisteil, unterrichtet. Das Fach Arbeitslehre gilt somit im Schulzweig der Hauptschule als ein weiteres Hauptfach mit praktischem Schwerpunkt. Hier lernen die Jugendlichen wesentliche Berufsbilder kennen. In Kooperation mit regionalen Betrieben wird es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, einen realistischen Eindruck der Berufswelt zu erhalten.

In der Klasse 8 findet eine Kompetenzfeststellung durch das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft statt, bei der die individuellen Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler herausgearbeitet werden. Darüber hinaus absolvieren die Schülerinnen und Schüler zwei Betriebspraktika, ein dreiwöchiges in Klasse 8 und ein zweiwöchiges in Klasse 9.

Die berufliche Orientierung in der Realschule startet ebenfalls ab Jahrgangsstufe 7. Ein wesentliches Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler in ihrem Berufsfindungsprozess unterstützend zu begleiten. Daher findet eine erste Überprüfung der Interessen und Kompetenzen in Klasse 7, unterstützt durch die Schulsozialarbeit, statt. Darauf aufbauend wird insbesondere im Fach Arbeitslehre im Jahrgang 8 und 9 eine beruflich orientierte Grundlagenbildung vermittelt. In einem zweiwöchigen Betriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 8 und einem dreiwöchigen Betriebspraktikum in Jahrgangsstufe 9 erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in einen Beruf und Betrieb ihrer Wahl. In dem Schulzwei der Realschule wird das Fach Arbeitslehre als Nebenfach mit einem Wochenumfang von zwei Stunden unterrichtet.

In Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft finden in beiden Schulzweigen Betriebserkundungen und Bewerbungstrainings statt. Der Besuch von Berufsbildungs– und Berufseinstiegsmessen, eine intensive Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit und eine enge Kooperation mit den berufsbildenden Schulen der Umgebung sollen unseren Schülerinnen und Schülern Orientierungs- und Entscheidungskriterien für ihren beruflichen Werdegang an die Hand geben.

Fachschaftsleitung

Maren Walter