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Auszeichnung für Heinrich-Böll-Schule

Die Heinrich-Böll-Schule wird in diesem Jahr mit dem renommierten Margot-Friedländer-Preis der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich für die Auseinandersetzung von Schüler*innen und Auszubildenden mit dem Nationalsozialismus und dessen Verbrechen vergeben und soll mit dem dazugehörigen Wettbewerb  Schüler*innen und Lehrer*innen motivieren, sich mit dem Holocaust und heutiger Erinnerungskultur auseinanderzusetzen und sich mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen aktiv gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Ausgrenzung zu engagieren. So soll der Wettbewerb dazu beitragen, eine Brücke der aktuellen Erinnerung zur Zukunft ohne Zeitzeugen zu schlagen.

Die Heinrich-Böll-Schule erhält die Auszeichnung (3. Platz) für ihre Ausstellung „Vertrieben ins Exil“, die seit November vergangenen Jahres in der Schule zu sehen ist. Teilgenommen am Wettbewerb hatten bundesweit über sechzig Schulen.

Auf Initiative der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa wird im Mai 2019 zusammen mit der Berliner Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer im Max Liebermann Haus Berlin der Margot-Friedländer-Preis an drei Schulprojekte übergeben werden – darunter die Heinrich-Böll-Schule Hattersheim. Als Laudatorin ist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey vorgesehen.

In seiner Laudatio anlässlich der letztjährigen Preisvergabe hatte der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble formuliert: „Der Margot-Friedländer-Preis leistet einen wichtigen Beitrag, auch die nachfolgenden Generationen sehend zu machen – für die Geschichte und ihre Folgen und damit auch für die Gegenwart mit ihren Herausforderungen. Deswegen erinnern wir uns doch! Um uns zu wappnen – gegen Ausgrenzung und Antisemitismus, gegen Populismus und jegliche Form von Rassismus.“

Zur Entgegennahme des Preises werden mehrere Schüler*innen der HBS sowie der Leiter des Projekts, unser Geschichtslehrer Ulrich Göppel, sowie die Mitarbeiterin im Ganztag, Frau  Clara Schuster,  im Mai nach Berlin fahren. Neben der Preisverleihung wartet ein interessantes Programm auf die Vertreter unserer Schule.

Margot Friedländer

Geboren 1921 in Berlin, überlebte Margot Friedländer Verfolgung und Krieg im Untergrund in Berlin und im Konzentrationslager Theresienstadt. Ihre Familienangehörigen wurden nach Auschwitz deportiert. Sie emigrierte 1946 nach New York. 2010 kehrte sie nach Berlin zurück. Seit ihrer Rückkehr besucht die Ehrenbürgerin Berlins und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande als Zeitzeugin des Holocaust regelmäßig Schulen und andere Einrichtungen in ganz Deutschland, um über ihr Leben zu berichten und junge Menschen zu Zivilcourage zu ermutigen.

„Wofür ist dieser Preis?

Er ist nicht für einen sportlichen Erfolg oder einen guten Aufsatz, den ihr geschrieben habt. Er ist viel-

Mehr eine Anerkennung für etwas unendlich Wichtiges, für euer menschliches Engagement.

Sagt eure Meinung! Seid wachsam! Seid Menschen!“

Margot Friedländer