Aktuelles

Aktion Rote Hand

Im Rahmen der diesjährigen Projetwoche zum Thema „Kinderrechte“ wurden die Klassen des 5er Jahrgangs der Heinrich-Böll-Schule auf den Einsatz von Kindersoldaten aufmerksam. Gemeinsam beteiligten sich  Schülerinnen und Schüler der Förderstufe sowie des Gymnasialzweiges an der Unicef-Aktion „Red Hand Day“. Hierzu sammelten sie insgesamt über 200 rote Handabdrücke bzw. fertigten diese selber an. Die Unicef-Kampagne sieht vor, solche Handabdrücke, mit denen symbolisch gegen diese Form massiven Kindesmissbrauchs protestiert werden soll, an politische Repräsentanten  zu übergeben.

Am Donnerstag, den 8. Februar, war es  dann soweit. Aufgeregt und nervös erwarteten die in der Aula versammelten Schülerinnen und Schüler hohen Besuch aus Berlin. Der Bundestagsabgeordnete Norbert Altenkamp war der Einladung der HBS  gefolgt, um die „Red Hands“ und die damit verbundenen Forderungen an die deutsche Politik entgegenzunehmen.

Nach einleitenden Worten des Schulleiters Dr. Heither wandten sich die Schülerinnen und Schüler direkt an den Bundestagsabgeordneten. Mit einer kurzen Präsentation ihrer Arbeit in der Projektwoche und einer Erläuterung der Aktion „Red-Hand-Day“ verdeutlichten sie ihre Forderungen bezüglich des Einsatzes von Kindersoldaten. In einer sehr persönlich vorgetragenen Rede verlieh ein Schüler dem Anliegen den entsprechenden Nachdruck und machte die Ernsthaftigkeit des Anliegens deutlich.

Sichtlich beeindruckt vom politischen Engagement der Schülerinnen und Schüler, nahm Herr Altenkamp die gesammelten Handabdrücke und Briefe entgegen und versprach den Schülerinnen und Schülern eine Rückmeldung über  den Einfluss dieser Aktion. Abschließend beantwortete der Politiker noch einer Reihe von Schülerfragen und stand der online-Schülerzeitung der HBS noch für ein Interview zur Verfügung.

Auch wenn nicht jede Schülerfrage zufriedenstellend beantwortet werden konnte („Warum gibt es überhaupt Krieg?“  oder „Warum exportiert die Bundesrepublik Waffen“?) – den Schülerinnen und Schülern wurde deutlich: Jeder einzelne kann dazu beitragen, dass es in der Welt friedlicher zugeht. Der Einsatz für die „große Weltpolitik“ hängt mit dem Engagement vor Ort dabei eng zusammen. Denn gerade auch in der Schule sollte man aufeinander Rücksicht nehmen und zu einem friedlichen Zusammenleben beitragen. Wenn sich jeder einzelne bereits im Kleinen an die Regeln hält, die beispielsweise in unserer Schulverfassung stehen, wäre schon eine Menge erreicht.

Jahrgang 5