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Grußwort der Schirmherrin unserer "Woche der Menschlichkeit", Margot Käßmann

Ich möchte Ihnen etwas berichten:

„ Vor einigen Monaten wurde mir ein Video zugeschickt. Es geht um ein Interview mit dem Rapper Fard zur Flüchtlingsdebatte.

 

Ganz spontan kommt ein kleiner Junge dazu, Niklas, vier Jahre. Er wird gefragt: „Im Kindergarten, sind da auch Ausländer?“ Niklas sagt: „Nein, da sind Kinder!“

 

Das hat mich wirklich angerührt. Niklas gibt die beste Antwort überhaupt!

Wenn wir doch klar diese Antwort geben würden:

Sind das Ausländer?

Nein, das sind Frauen, die endlich frei leben wollen!

 

Sind das Flüchtlinge?

Nein, das sind Väter, die alles tun, um ihre Familie zu retten!

 

Sind das Sozialschmarotzer?

Nein, das sind junge Männer, die arbeiten wollen, die eine Zukunftsperspektive suchen.

Wenn ich in Syrien leben würde, ich würde alles tun, um für meine Kinder Sicherheit zu finden! Und ich würde hoffen, dass ich irgendwie über das Mittelmeer komme, um aus dem Elend herauszukommen. Oder ich würde das Geld zusammenbetteln, damit meine Kinder irgendwo auf dieser Welt eine Perspektive finden.

 

Es sind nur Kinder! Sie sind traumatisiert, wenn sie hier ankommen nach Krieg, Vertreibung und Flucht.

 

Das würde ich diesen grölenden Männerhorden vor Flüchtlingslagern gern sagen: Es sind Kinder, Frauen, Männer wie du und ich.“

 

Ich möchte Ihnen mit auf den Weg geben:

Wir brauchen mehr Fantasie für den Frieden, für ganz andere Formen, Konflikte zu bewältigen.

Werden wir zu Friedensstifterinnen und Friedensstiftern!

 

Wir alle können heute damit anfangen

in der Familie

im Freundeskreis

im gesellschaftlichen Umfeld.

 

Seien Sie behütet und gehen sie mit Kraft und Fantasie in die Zukunft für ein friedliches Miteinander aller Völker.

 

Ihre Margot Käßmann