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Böll-Jahr 2017: Die Projektwoche der Stufe Q

In diesem Jahr wäre Heinrich Böll, nach dem unsere Schule genannt ist, 100 Jahre alt geworden. Deshalb hat die HBS ein „Böll-Jahr“ ausgerufen, in dessen Verlauf immer wieder einmal an unseren Namensgeber erinnert werden soll.

So stand die Projektwoche der Stufe Q1 in diesem Jahr im Zeichen von Heinrich Böll: Markus Schäfer von der Heinrich-Böll-Stiftung in Köln hielt ein Eingangsreferat zur literarischen und politischen Biografie und Bedeutung von Böll, der 1972 den Nobelpreis für Literatur erhielt; dann arbeiteten die Schüler*innen in Arbeitsgruppen zu verschiedenen „Böll-Themen“.

Die AG „Spurensuche“ erarbeite anhand von Texten und Bildern die Biografie Bölls. Auch über seine Kindheit und die Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus erfuhren die Schüler*innen viele interessante Fakten. Andere Jugendliche arbeiteten mit Bölls literarischem Werk: Die Kurzgeschichten Der Zug war pünktlich, Wanderer kommst du nach Spa und Auszüge aus dem politisch aufgeladenen Roman Die verlorene Ehre der Katharina Blum standen auf dem Programm. Eine Schülergruppe machte Interviews mit Erwachsenen, um zu erfahren, was diese über Böll wissen und was sie wichtig an seinem Erbe finden. Viele Erwachsene meinten, dass das politische Engagement Bölls ihnen deutlicher in Erinnerung sei als das literarische Werk.

„Kreativ sein mit Böll“ war ein weiteres Angebot: Hier wurden die Schüler*innen selbst aktiv: Sie dichteten, erdachten Poetry-Slams, zeichneten Karikaturen – dabei standen zwei Aspekte im Vordergrund: Bölls Abneigung gegen die Konsumgesellschaft und die große Bedeutung, die die Freiheit in vielen Variationen für ihn hatte. Eine andere AG  war auf den Spuren des Irischen Tagebuchs unterwegs – nicht nur mit Bölls Reisen dorthin, sondern auch mit der Geschichte und Mythologie Irlands befassten sich die jungen Leute.

Zwei weitere Gruppen bereiteten ein weiteres Highlight im Rahmen des Heinrich-Böll-Jahres vor. Der Kurs „Darstellendes Spiel“, ein Musikkurs und eine Tanzgruppe übten für den Heinrich-Böll-Abend am 8. Februar, ein Event, das auf ganz andere kreative Weise unseren Namensgeber ehren will.

Uta Brede